Gebetswoche für die Einheit der Christen

Aus StStephanus
Wechseln zu: Navigation, Suche
mitte-oben

„Die Ökumene lebt davon, dass wir Gottes Wort gemeinsam hören und den Heiligen Geist in uns und durch uns wirken lassen. Kraft der dadurch empfangenen Gnade gibt es heute vielfältige Bestrebungen, durch Gebete und Gottesdienste die geistliche Gemeinschaft zwischen den Kirchen zu vertiefen und für die sichtbare Einheit der Kirche Christi zu beten.“ Charta Oecumenica, Leitlinie 5

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird weltweit jedes Jahr vom 18. bis 25. Januar oder zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten gefeiert.

Den Gottesdienst für die Einheit der Christen feiern bei uns in Holzwickede Evangelische, Katholische, Ortodoxe und Christen der Freien evangelischen Gemeinde gemeinsam am Dienstag der Gebetswoche für die Christen um 19.00 Uhr jährlich wechselnd in einer unseren Kirchen

24.01.2023 um 18.00 Uhr in den Räumen der Freien Evangelischen Gemeinde, Hauptstraße 23-25

Der diesjährige Gottesdienst wurde vom Rat der Kirchen in Minnesota (Minnesota Council of Churches, MCC) ausgearbeitet und ist eine Organisation, in der verschiedene Konfessionen vertreten sind. Die 27 Mitglieder, die Gemeinden in Minnesota haben, stammen aus historisch schwarzen und protestantischen (Mainline Protestant) Kirchen, aus Pfingst- und Friedenskirchen, der Griechisch-Orthodoxen Kirche sowie der Presbyterianischen Kirche der (indigenen) Dakota (Dakota [Native American] Presbytery).

Das Motto: „Tut Gutes! Sucht das Recht!“ (Jes 1,17)

Die vom Rat der Kirchen in Minnesota eingesetzte Arbeitsgruppe wählte diesen Vers aus dem ersten Kapitel des Buches Jesaja als zentralen Text für die Gebetswoche: „Lernt, Gutes zu tun! Sucht das Recht! Schreitet ein gegen den Unterdrücker! Verschafft den Waisen Recht, streitet für die Witwen!“ (1,17).

Jesaja lehrte, dass Gott Recht und Gerechtigkeit von uns allen verlangt, und zwar zu jeder Zeit und in allen Bereichen des Lebens. Unsere heutige Welt spiegelt in vielerlei Hinsicht die Herausforderungen der Spaltung wider, denen Jesaja mit seiner Botschaft entgegentrat. Gerechtigkeit, Recht und Einheit entspringen Gottes tiefer Liebe zu jedem von uns; sie sind im Wesen Gottes selbst verwurzelt und sollen nach Gottes Willen auch unseren Umgang miteinander bestimmen. Gottes Verheißung, eine neue Menschheit „aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen“ (Offb 7,9) zu schaffen, ruft uns zu dem Frieden und der Einheit auf, die Gott seit Anbeginn für die Schöpfung will.

Auch heute äußern sich Trennung und Unterdrückung, wenn einer einzelnen Gruppe oder Klasse Privilegien gegenüber anderen eingeräumt werden. Die Sünde des Rassismus zeigt sich in Vorstellungen oder Praktiken, die eine „Rasse“ von einer anderen unterscheiden und ihr überordnen. Wenn rassistische Vorurteile von ungleicher Machtverteilung begleitet oder gestützt werden, dann betreffen sie nicht nur die Beziehungen zwischen einzelnen Menschen, sondern prägen darüber hinaus die gesellschaftlichen Strukturen – es kommt zur systemischen Aufrechterhaltung des Rassismus. Seine Existenz hat einigen, einschließlich den Kirchen, zu Unrecht geholfen und andere belastet und ausgeschlossen, einfach aufgrund ihrer Hautfarbe und der kulturellen Vorstellungen, die mit dem Begriff der „Rasse“ verbunden sind.

23.01.2022 um 11.00 Uhr in der Liebfrauen-Kirche

In diesem Jahr können wir den ökumenischen Gottesdienst für die Einheit der Christen, wenn auch eingeschränkt (3G mit Nachweispflicht) in Präsenz feiern

Wir haben seinen Stern im Osten gesehen und sind gekommen, ihn anzubeten (Mt 2,2) Unter diesem Motto, das die Christen des Nahen Ostens ausgewählt haben, wollen wir den Gottesdienst für die Einheit der Christen in diesem Jahr nicht, wie gewohnt, am Dienstag der Gebetswoche, sondern an einem Sonntag feiern.

Der Grund ist die am 30.01.2011 unterzeichnete Ökumenische Partnerschaftsvereinbarung. Da wir im letzten Jahr das 10jährige Jubiläum pandemiebedingt nicht feiern konnten, und auch in diesem Jahr keine Feier stattfinden kann, wollen wir wenigstens in diesem Gottesdienst mit daran erinnern


Zum Motto der Gebetswoche Für die Gebetswoche 2022 wählten die Christen des Nahen Ostens das Thema des Sterns, der im Osten aufgeht. Dies hat mehrere Gründe. Die Christen im Westen feiern Weihnachten, aber das ältere und für viele Christen des Ostens wichtigste Fest ist das Fest der Erscheinung des Herrn, an dem Gottes Heil den Völkern in Bethlehem und am Jordan offenbart wird. Diese Konzentration auf die Theophanie (die Erscheinung des Herrn) ist in einem gewissen Sinne ein Schatz, den die Christen des Nahen Ostens mit ihren Brüdern und Schwestern auf der ganzen Welt teilen können.

Die Christen im Nahen Osten stellen diese Materialien für die Gebetswoche für die Einheit der Christen in dem Bewusstsein zur Verfügung, dass viele ihrer Mühen und Probleme auch in anderen Teilen der Welt erfahren werden und dass die Welt sich nach einem Licht sehnt, das auf den Weg zum Erlöser, der alle Finsternis überwinden kann, führt. Die globale COVID-19-Pandemie hat eine Wirtschaftskrise ausgelöst, und es scheitern diejenigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen, die dem Schutz der Schwächsten und am meisten Verletzlichen dienen sollten. Das macht uns nachdrücklich bewusst, dass die Welt ein Licht braucht, das in der Finsternis leuchtet. Der Stern, der vor zweitausend Jahren im Osten, im Nahen Osten, erschien, ruft uns noch immer zur Krippe, an den Ort, an dem Christus geboren wird. Er führt uns dorthin, wo der Geist Gottes lebendig ist und wirkt, in dem wir getauft sind und der unsere Herzen verwandelt.

19.01.2021 um 19.00 Uhr

Leider können wir den Gottesdienst nicht in der gewohnten Präsenzform durchführen.

Im ökumenischen Arbeitskreis haben deshalb wir überlegt, wegen der Corona-Pandemie anstatt des gemeinsamen Gottesdienstes zum Gebet zuhause zur gleichen Uhrzeit einzuladen. Das soll am Dienstag, 19.1., 19 Uhr geschehen. Für das Gebet gibt es eine Vorlage, die in unseren Kirchen als Faltblatt zum Mitnehmen ausliegt und von den Internetseiten unserer Pfarrgemeinden sowie von der facebook-Seite „Christen in Holzwickede“ heruntergeladen werden kann. Die Gebetsvorlage ist kurz und einfach gehalten und verwendet unter anderem Gebete, die von einer ökumenischen Gemeinschaft in der Schweiz vorbereitet wurden. Beim ersten Lockdown vor bald einem Jahr gab es schon diese gute Erfahrung des vereinten Gebets trotz räumlicher Trennung, wenn abends die Glocken läuteten. Manche Christen stellten dabei auch eine brennende Kerze ins Fenster. Alle sind herzlich eingeladen, sich an dieser Aktion zu beteiligen und die Erfahrung zu machen, dass das gemeinsame Gebet stärkt.

Den Text des gemeinsamen Gebetes finden Sie/findest Du (hier)

Das hinweisende Video auf diese Form des gemeinsamen Gebetes finden Sie/findest Du auf der Facebookseite "Christen in Holzwickede" unter https://www.facebook.com/Christen-in-Holzwickede-107600221202504/

Zum Motto der Gebetswoche

Die Texte für die Gebetswoche für die Einheit der Christen 2021 wurden von der monastischen Kommunität von Grandchamp aus der Schweiz vorbereitet. Das gewählte Thema „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen“ basiert auf Joh 15,1-17 und geht zurück auf die Berufung der Gemeinschaft von Grandchamp zu Gebet, Versöhnung und Einheit in der Kirche und der Menschheitsfamilie.

Das Motto der diesjährigen Gebetswoche geht von den unterschiedlichen Facetten des johanneischen Wortes aus: ein Leben im Einklang mit sich selbst, mit der Gemeinschaft, in die jede und jeder Einzelne gestellt ist und mit Gott. In Gottes Liebe zu bleiben heißt zunächst, mit sich selbst versöhnt zu werden. In Christus zu bleiben ist eine innere Haltung, die im Laufe der Zeit wächst. Sie kann vom Kampf um das Lebensnotwendige überholt werden und wird durch die Ablenkungen, den Lärm, die Hektik und die Herausforderungen des Lebens bedroht. Jesu Wort und seine Liebe befähigen zur Nächstenliebe: zur Liebe derjenigen, die uns als Christinnen und Christen anvertraut sind, aber auch zur Liebe zu anderen christlichen Traditionen. Durch das Bleiben in Christus wachsen so Früchte der Solidarität und des Zeugnisses. Spiritualität und Solidarität sind untrennbar miteinander verbunden. Wer in Christus bleibt, empfängt die Kraft und die Weisheit, ungerechte und unterdrückende Strukturen zu bekämpfen, einander als Brüder und Schwestern in der einen Menschheitsfamilie zu erkennen und eine neue Lebensweise zu schaffen, die von Respekt und Gemeinschaft mit der ganzen Schöpfung geprägt ist.

Einklang mit sich selbst, mit Gott und den Nächsten ist damit der bleibende Auftrag, an den uns die Texte der Gebetswoche 2021 erinnern.